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Als Naturdarm wird, zur Unterscheidung vom Kunstdarm, der echte Darm eines Tieres bezeichnet, der zur Wurstherstellung verwendet wird. Er kann vom Rind, Schwein oder Schaf stammen, aber auch von anderen Nutztieren.
Zur Vorbereitung werden die Därme gereinigt, von der Muskelschicht und der Schleimhaut befreit und gebrüht. Je nach Wurstsorte werden unterschiedliche Darmabschnitte von unterschiedlichen Tieren bevorzugt. Rinderdärme wie Kranz-, Butt- und Mitteldarm sowie Fettende sind als Hülle für hochwertige Roh-, Koch- und Brühwürste von größerem Durchmesser geeignet, bei denen der Darm nicht mitgegessen wird. Die entsprechenden, etwas kleineren Stücke vom Schwein heißen enger Darm, Butte, Krausedarm (bei Rind und Schaf fehlend), Nachende und Fettende. Die zartesten Därme kommen vom Schaf, dort heißt der dem Kranzdarm bzw. engen Darm entsprechende Abschnitt Saitling (aus ihm werden traditionell Saiten hergestellt), die weiteren wieder Buttdarm, Mitteldarm und Fettende. Saitlinge werden vor allem für dünne Brühwurstsorten wie Frankfurter und Wiener Würstchen oder Nürnberger Rostbratwurst verwendet, die mit Darm verzehrt werden. Das Fettende, der letzte Darmabschnitt, dient meist als Hülle für Leber- oder Blutwurst.
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